Im Perpetual-Futures-Handel sind Funding-Gebühren ein zentrales Instrument, um Long- und Short-Positionen auszugleichen. Durch diesen Mechanismus kann der Preis von Perpetual-Kontrakten nahe am Spot-Indexpreis des Basiswertes gehalten werden, was zur Stabilität des Marktes beiträgt.
Dieser Artikel erklärt, was Funding-Gebühren sind, wann sie anfallen und wie sie berechnet werden.
1. Was sind Funding-Gebühren?
Im Gegensatz zu traditionellen Futures-Kontrakten haben Perpetual-Kontrakte kein Verfallsdatum. Um zu verhindern, dass sich die Preise langfristig stark vom Spotpreis des Basiswertes entfernen, nutzen Börsen den Funding-Mechanismus zur Marktregulierung.
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Funding-Gebühren sind periodische Zahlungen, die direkt zwischen Long- und Short-Positionsinhabern ausgetauscht werden, nicht Gebühren, die von der Plattform erhoben werden.
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Wenn der Funding-Satz positiv ist, zahlen Long-Positionsinhaber Funding-Gebühren an Short-Positionsinhaber.
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Wenn der Funding-Satz negativ ist, zahlen Short-Positionsinhaber an Long-Positionsinhaber.
Dieser Mechanismus hilft, den Perpetual-Kontraktpreis in Richtung des Indexpreises zu treiben und trägt wesentlich zum Marktgleichgewicht bei.
2. Wann fallen Funding-Gebühren an?
Funding-Gebühren werden typischerweise alle 8 Stunden abgerechnet: 00:00, 08:00 und 16:00 (UTC). Manche Kontrakte können andere Abrechnungsintervalle haben (z. B. alle 1, 2 oder 4 Stunden), abhängig vom jeweiligen Kontrakt.
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Nur Nutzer, die zum Zeitpunkt der Abrechnung offene Positionen halten, zahlen oder erhalten Funding-Gebühren.
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Wenn eine Position vor der Abrechnungszeit geschlossen wird, fallen keine Funding-Gebühren an.
Abrechnungsintervalle können je nach Handelspaar variieren. Bitte prüfe die Kontraktdetails für die genauesten Informationen.
3. Wie Funding-Gebühren berechnet werden
3.1 Formel:
Funding-Gebühr = Positionswert X Funding-Satz = Positionsgröße X Markt-PreisX Funding-Satz
Die Zahlungsrichtung hängt davon ab, ob der Funding-Satz positiv oder negativ ist.
3.2 Beispiel:
Angenommen, ein Trader hält eine Long-Position von 10 BTCUSDT Perpetual-Kontrakten mit:
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Mark-Preis: 8.000 USDT
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Funding-Satz: 0,01 %
Schritt 1: Berechnung des Positionswerts
Positionswert = 10 X 8.000 = 80.000 USDT
Schritt 2: Berechnung der Funding-Gebühr
Funding-Gebühr = 80.000 X 0,01% = 8 USDT
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Ist der Funding-Satz positiv, zahlt der Long-Positionsinhaber 8 USDT an Short-Positionsinhaber.
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Ist der Funding-Satz negativ, zahlen die Short-Positionsinhaber 8 USDT an den Long-Positionsinhaber.
4. Auswirkungen von Funding-Gebühren auf Positionen
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Gezahlte Funding-Gebühren werden vom verfügbaren Guthaben des Traders abgezogen.
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Ist das verfügbare Guthaben nicht ausreichend, wird die Gebühr vom Positions-Margin abgezogen. In diesem Fall verschiebt sich der Liquidationspreis näher an den Mark-Preis, wodurch das Liquidationsrisiko steigt.
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Reicht der Positions-Margin nicht aus, um die Gebühr zu decken, kann er negativ werden. Eine Liquidation kann jedoch ausbleiben, wenn die Position noch genügend nicht realisierten Gewinn hat, um sie zu halten.
Hinweis: Trader, die Positionen über einen längeren Zeitraum halten, sollten die Änderungen des Funding-Satzes genau überwachen.
Haftungsausschluss
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken. Toobit gibt keine Anlageempfehlungen. Digitale Assets können starke Preisschwankungen aufweisen. Bitte prüfe sorgfältig, ob der Handel oder das Halten digitaler Assets basierend auf deiner finanziellen Situation für dich geeignet ist.
Für spezifische Fragen konsultiere bitte deine rechtlichen, steuerlichen oder finanziellen Berater und stelle sicher, dass du alle geltenden Gesetze und Vorschriften in deinem Land einhältst.

