usd/jpy hält sich nahe 158,70, da Händler zwischen Fed-Vorsicht und Risiken im Nahen Osten abwägen
usd/jpy handelt leicht fester, bleibt unter 159,00 begrenzt
Der US-Dollar stieg in der asiatischen Sitzung am Donnerstag gegenüber dem Yen leicht an, wobei das Paar usd/jpy um 158,70 schwebte, was einem Anstieg von etwa 0,10 % am Tag entspricht. Das Paar blieb unter der Marke von 159,00, nachdem es sich von einem Rückgang am Mittwoch unter 158,00 erholt hatte, dem niedrigsten Punkt seit fast drei Wochen.
Trotz des moderaten Gewinns blieb die Stärke des Dollars durch einen zurückhaltenden Ausblick der Federal Reserve begrenzt, auch wenn geopolitische Spannungen im Nahen Osten weiterhin die Nachfrage nach der US-Währung stützten.
Politische Divergenz und Geopolitik bestimmen den Ton
Händler verfolgten einen vorsichtigen Ansatz, da Berichte auf fragile Waffenstillstandsbedingungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hinwiesen, zusammen mit Störungen des Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus. Diese Entwicklungen hielten die regionale Stimmung leicht risikoscheu und halfen, die zugrunde liegende Unterstützung des Dollars aufrechtzuerhalten.
Gleichzeitig begrenzte die Präferenz der Fed für Geduld bei politischen Änderungen das Aufwärtspotenzial für usd/jpy. Die jüngsten Daten zum Verbraucherpreisindex in den USA zeigten einen Anstieg von 0,2 % im Monatsvergleich, leicht unter der Prognose von 0,3 %, was die Erwartungen verstärkte, dass die Zinssätze vorerst unverändert bleiben werden.
Fed-Vorsitzender Jerome Powell sagte dem Economic Club of New York, dass „anhaltende Beweise für eine Disinflation in Richtung unseres Zwei-Prozent-Ziels notwendig sind, bevor eine politische Wende erfolgt“, eine Bemerkung, die den Vormarsch des Dollars gegenüber wichtigen Gegenwährungen gedämpft hat.
Bank of Japan Straffung steht im Kontrast zur Fed-Haltung
Im Gegensatz dazu spiegelt der Yen weiterhin die laufende Abkehr der Bank of Japan von ihrer ultralockeren Haltung wider. Die BoJ begann im März 2024 mit der Straffung, nachdem sie etwa ein Jahrzehnt lang eine sehr akkommodierende Politik verfolgt hatte, um auf stärkere Inflationsdrucke zu reagieren.
Steigende Energiekosten und ein stärkeres Lohnwachstum waren zentral für die Begründung der BoJ. Die jüngsten „Shunto“-Frühjahrslohntarifverhandlungen in Japan führten zu einer durchschnittlichen Lohnerhöhung von 4,1 %, der stärksten seit über 30 Jahren, was der Zentralbank mehr Vertrauen in ihren Weg zur Normalisierung der Politik gibt.
Trotzdem bleibt der Yen unter Druck durch die politische Lücke, die sich ab 2022 zwischen Tokio und anderen großen Zentralbanken geöffnet hat, eine Divergenz, die die Währung geschwächt hat und seit der Wiederaufnahme der Zinserhöhungen nur teilweise rückgängig gemacht wurde.
Das bevorstehende Treffen der BoJ am 28. April wird nun als der nächste wichtige Wendepunkt angesehen, wobei die Märkte auf weitere Details zur Geschwindigkeit der Bilanzreduzierung achten.
Technisches Bild zeigt Konsolidierung mit Abwärtsrisiko
Technisch gesehen hält sich usd/jpy über einem Unterstützungsband bei 158,25–158,20, einem Bereich, der mit dem 200-Perioden-Exponentiellen-Gleitenden-Durchschnitt auf Intraday-Charts zusammenfällt. Diese Zone fungiert als unmittelbare Unterstützung für das Paar.
Der Relative-Stärke-Index liegt nahe 42, was darauf hindeutet, dass das jüngste Abwärtsmomentum abgekühlt ist, die Bedingungen jedoch noch nicht überverkauft sind. Der Indikator für die Konvergenz-Divergenz der gleitenden Durchschnitte bleibt jedoch im negativen Bereich, was auf ein anhaltendes Abwärtsrisiko hinweist, falls das Paar nicht entscheidend höher ausbricht.
Ein klarer Rückgang durch das Unterstützungsniveau von 158,20 könnte den Weg für eine tiefere Korrektur in naher Zukunft ebnen, während ein anhaltender Anstieg über den aktuellen Bereich erforderlich wäre, um eine stärkere Aufwärtsdynamik wiederherzustellen.
Spannungen im Nahen Osten halten den Dollar unterstützt
Der breitere geopolitische Hintergrund unterstützt weiterhin die Dollarnachfrage. Lloyd’s List Intelligence berichtete, dass die Prämien für die Schiffsversicherung für Tanker, die die Straße von Hormus durchqueren, um weitere 5 Basispunkte gestiegen sind, was auf erhöhte Risikowahrnehmungen in einem wichtigen globalen Schifffahrtskorridor hinweist.
Diese höheren Kosten und Versandstörungen tragen zu dem risikoscheuen Unterton bei, der typischerweise dem Dollar gegenüber niedrig verzinslichen Währungen wie dem Yen zugutekommt, auch wenn die Erwartungen der Zentralbankpolitik in die entgegengesetzte Richtung ziehen.
Preiskompression deutet auf Ausbruchsrisiko hin
Die Kombination aus divergierenden geldpolitischen Wegen, nachlassender, aber immer noch erhöhter Inflation und ungelösten Spannungen im Nahen Osten erzeugt eine Phase der Preiskompression in usd/jpy. Das Paar hat sich diese Woche in einem relativ engen Band bewegt, was darauf hindeutet, dass die aktuelle Stabilität einem schärferen, richtungsweisenden Schritt vorausgehen könnte, sobald ein klarer Katalysator erscheint.
Händler konzentrieren sich nun auf bevorstehende Inflationsveröffentlichungen sowohl aus den Vereinigten Staaten als auch aus Japan sowie auf weitere Entwicklungen in den maritimen Routen des Nahen Ostens, da dies die wahrscheinlichsten Auslöser sind, um das aktuelle Gleichgewicht zu durchbrechen und einen neuen Richtungstrend zu etablieren.
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