Was sind CFDs und wie funktionieren sie?

Wenn Sie sich jemals gefragt haben, warum manche Leute über den „Kauf“ von Öl sprechen, ohne ein einziges Fass zu besitzen, oder eine Aktie „shorten“, die sie nie berührt haben, dann sind Sie bereits auf die seltsame, aber sehr reale Welt der Differenzkontrakte (CFD) gestoßen.

 

Im Kern ist ein CFD eine Möglichkeit, auf Kursbewegungen und Charts zu spekulieren, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert zu besitzen. Sie sind flexibel, schnell und gelegentlich unerbittlich. Was genau sind sie also und wie funktionieren sie?

 

Wie CFDs funktionieren: Eine direkte Vereinbarung mit Ihrem Broker

Ein CFD ist eine Vereinbarung zwischen Ihnen und einem Broker, den Unterschied im Preis eines Vermögenswerts von dem Zeitpunkt, an dem Sie eine Position eröffnen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Sie sie schließen, auszutauschen. Dies wird als Nettoabrechnung bezeichnet.

 

Kein Besitz, keine Lagerung, keine Lieferung. Wenn Sie ein CFD auf Gold eröffnen, erhalten Sie nicht den tatsächlichen Goldbarren, sondern nur die Preisbewegung.

 

Diese Struktur ermöglicht es CFDs, Tausende von Märkten durch ein einfaches Derivat zu spiegeln: Aktien, Indizes, Rohstoffe, Forex-Paare und sogar exotischere Instrumente.

 

Diese Struktur macht CFDs auch flexibel und einfach auszuführen.

 

Eine Long-Position bedeutet, dass Sie das CFD kaufen, weil Sie erwarten, dass der Preis steigt.

 

Eine Short-Position bedeutet, dass Sie das CFD verkaufen, weil Sie erwarten, dass der Preis fällt.

 

Gewinn oder Verlust wird berechnet, indem die Differenz zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs genommen und mit der Anzahl der Kontrakte multipliziert wird. Das Hauptrisiko ergibt sich daraus, wie die Position finanziert wird.

 

Long gehen, short gehen und so tun, als ob man nichts besitzt

Einer der größten Reize von CFDs ist die Freiheit, auf Kursbewegungen in beide Richtungen zu spekulieren. Wenn Sie glauben, dass etwas steigen wird, gehen Sie long (kaufen). Wenn Sie glauben, dass es fallen wird, gehen Sie short (verkaufen).

 

Das CFD verfolgt einfach den Preis und zahlt die Differenz aus (oder berechnet sie Ihnen).

 

Zum Beispiel kaufen Sie ein CFD auf eine Aktie bei 100 $. Es steigt auf 105 $. Sie schließen die Position und stecken die 5 $ Differenz (abzüglich Kosten) ein.

 

Oder Sie verkaufen bei 100 $ in Erwartung eines Rückgangs. Es fällt auf 94 $. Sie schließen die Position und verdienen die 6 $ Differenz.

 

Es gibt keine Rede von Dividenden, Aktionärsvorteilen oder der Lagerung von Ölfässern. Sie handeln die Bewegung, nicht den Vermögenswert.

 

Hebelwirkung: Das Merkmal, das jeder liebt, bis er es nicht mehr tut

Hier wird es bei CFDs interessant, gelinde gesagt. Sie nutzen Hebelwirkung, was bedeutet, dass Sie nur einen kleinen Prozentsatz des gesamten Handelswerts, bekannt als Anfangsmarge, hinterlegen müssen, um eine Position zu eröffnen. Der Rest wird effektiv vom Broker geliehen.

 

Margin-Anforderungen variieren je nach Vermögenswert und Regulierung, aber das Konzept ist überall dasselbe: kleine Einzahlung, große Exposition, verstärkte Ergebnisse.

 

Zum Beispiel bedeutet eine Position von 10.000 $ mit einer 10% Marge, dass Sie nur 1.000 $ hinterlegen.

 

Wenn sich der Preis um 5% zu Ihren Gunsten bewegt, beträgt Ihr Gewinn 5% der vollen 10.000 $ (500 $), nicht Ihrer 1.000 $ Marge.

 

Aber wenn er sich um 5% gegen Sie bewegt, verlieren Sie 500 $.

 

Funktioniert in beide Richtungen, keine Favoriten hier.

 

Hebelwirkung funktioniert auch andersherum. Wenn sich der Preis gegen Sie bewegt, kann Ihr Broker einen Margin Call ausgeben, der mehr Mittel erfordert, um die Position offen zu halten. Wenn Sie keine Mittel hinzufügen, kann der Broker Ihre Position schließen, um weitere Verluste zu begrenzen.

 

Was ist mit den Kosten? Nichts ist jemals kostenlos

CFDs kommen möglicherweise nicht mit Verwaltungsgebühren, aber sie kommen mit:

  • Spread: Der kleine Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreisen.

  • Übernachtfinanzierung/-finanzierung (Swap-Gebühren): Sie wird berechnet, wenn Sie gehebelte Positionen über den Handelstag hinaus offen halten.

  • Kommission: Sie hängt vom Broker und der Art des Vermögenswerts ab.

Diese Kosten können sich summieren, insbesondere bei langfristig gehaltenen Positionen, weshalb CFDs oft für kurz- bis mittelfristige Strategien anstelle von langfristigen Investitionen verwendet werden.

 

CFDs bieten breiten Marktzugang, erfordern jedoch sorgfältiges Risikomanagement und Disziplin.

 

Warum nutzen Menschen CFDs?

Weil sie vielseitig sind. Der CFD-Handel ermöglicht Ihnen:

  • Zugang zu einer Vielzahl globaler Märkte von einer Plattform aus

  • Handel mit steigenden und fallenden Preisen

  • Hebelwirkung nutzen, um größere Positionen zu kontrollieren

  • Bestehende Portfolios absichern

  • Eigentumsanforderungen oder Abwicklungsverfahren vermeiden

 

Sind sie zu riskant oder einfach nur missverstanden?

Das ist die große Frage. CFD-Risiken sind real und nicht subtil. Hebelwirkung verstärkt die Ergebnisse. Märkte können sich schneller bewegen als erwartet. Volatilität kann Positionen auslöschen, bevor Sie blinzeln.

 

Aber regulatorische Schutzmaßnahmen haben sich dramatisch verbessert. Die Maßnahmen beseitigen das Risiko nicht, aber sie verhindern, dass Händler mehr verlieren, als sie einzahlen, ein Problem, das frühe CFD-Märkte plagte.

 

Abschließende Gedanken

CFDs sind nützlich, aber riskant. Sie bieten Händlern Zugang, Flexibilität und Hebelwirkung, erfordern jedoch Disziplin und ein Verständnis dafür, wie schnell sich Märkte bewegen können.

 

Sorgfältig eingesetzt, können sie eine Handelsstrategie unterstützen. Unvorsichtig eingesetzt, können sie genauso schnell zu Verlusten führen.



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